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Werden wir ärmer oder reicher ?

Wie sich Wirtschaftsräume verändern...

Die Kassandrarufe über die Grenzen des Wachstums, erstmals vor mehr als drei Jahrzehnten mit der gleichnamigen Studie des Club of Rome erschallt, werden wieder hörbar.

Von einer Mehrheit der Angesprochenen gleichgültig zur Kenntnis genommen und in wissenschaftlichen Kreisen als potenzierter Unsinn abgetan, wird angesichts steigender Rohstoffpreise die Erinnerung an die Prophezeiung knapper werdender Rohstoffe und einer dadurch ausgelösten Abnahme des bisher erreichten weltweiten Wohlstandes wach.

Waren sich in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Experten weit weniger über die vorhandenen Vorräte vor allem an fossilen Energieträgern einig und wurden zudem die Möglichkeiten zur Substitution und zum sparsamen Verbrauch deutlich unterschätzt, so wird jetzt – auch durch das Auftretens Chinas und Indiens als gewichtige Nachfrager – anerkannt, dass sich die einst angedeuteten Grenzen wohl einige Generationen verschieben, aber nicht aufheben lassen.

Gleichwohl lassen Projektionen für die nächsten drei Jahrzehnte erwarten, dass die Versorgung der Weltbevölkerung ein generell Existenz sicherndes Niveau erreicht und dieses sogar überschreitet.
Diese Entwicklung schliesst jedoch nicht aus, dass vormals reiche Industriegesellschaften zu Gunsten aufstrebender Wirtschaftsräume in Asien, Lateinamerika und Afrika verarmen, um nach einer Phase schmerzhafter Anpassung wieder den Anschluss an die globale Dynamik zu finden.
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